Brechen Sie dies rätselhafte Schweigen
 



Brechen Sie dies rätselhafte SchweigenPhoto Sharing and Video Hosting at Photobucket
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Abonnieren
 


 
Freunde
    babel
    interstation
    - mehr Freunde


Links
   Corinna
   Richard
   Laura
   Ju
   Alex
   Caro
   Dan


Photobucket - Video and Image Hosting

http://myblog.de/bratpfanne

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
"Wir werden nicht als Mädchen geboren, wir werden dazu gemacht"

Was tut man, wenn man einen Abend daheim verbingen muss und alle Freunde weg sind? Einen Text schreiben über Dinge, die eigentlich niemanden interessieren.

Zurück zur Überschrift: Ich meine nicht den Unterschied des Geschlechts, sondern vielmehr die geschlechterspezifischen Verhaltensweisen.
Die männlichen Leser schließen jetzt am besten das Lesen ab, ich befürchte, dass der Text unterschwellig feministisch wird.

Beginnen wir gleich zur Geburt. Das kleine, runzelige Lebewesen bekommt, damit es nicht vertauscht wird, ein Band um den Arm. Dabei bekommen die Jungen ein blaues und die Mädchen eines in rosa. Ich für meinen Teil habe allerdings auch ein blaues bekommen, da das Linnicher Krankenhaus leider keine anderen mehr hatte, als ich zur Welt kam.
(In diesem Augenblick habe ich einen Marienkäfer entdeckt. Das Mädchen in mir denkt "Nanu, wie süß, eine kleine Aufheiterung." Ich selbst denke "Scheiße, wie kommt der denn hier rein. Ob ich ihn mit Nagellackentferner besoffen machen kann?")
Weiter geht es: Das junge Leben wird mit Freude von den Verwandten begrüßt, immer wieder wird es beschenkt, mit Puppen, Autos, Stofftieren. Schwer zu erraten, wer was bekommt. Aber da haben wir den ersten Punkt: Was ist denn, wenn der Junge eigentlich genauso gerne mit Puppen spielen würde und das Mädchen absolut auf Autos "abfährt"? Aber die geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen schreiben schließlich etwas anderes vor. (In diesem Moment ist der Marienkäfer in einer Pfütze aus Nagellack elendig ertrunken. Ich fühle mich schuldig, das Mädchen in mir beseitigt die Spuren des brutalen Mordes)
Die Verhaltensweisen die für eines der Geschlechter üblich sind, werden dann von nahestehenden Personen antrainiert, konservative Omas, besorgte Eltern, sogar fremde Personen haben langfristige Wirkung durch die Aussprache von Banalitäten: "Nanu, warum trägst du denn kein Kleidchen?"
Im täglichen Leben steht das Kind unter solch großem Einfluss von Rollenerwartungen, wenn auch nur unterbewusst, dass ihm zunächst nichts anderes bleibt, als typisch zu werden. Gleichzeitig "leidet" man als kleines Kind an einem Willen, genauso wie Mama oder Papa zu werden, manchmal bewusst, manchmal unbewusst.
Im Kindergarten fiel mir persönlich der Druck am meisten zur Last. Als Mädchen musste ich in der Puppenecke spielen, obschon in der "blauen Ecke" wesentlich interessante Spielsachen zu finden waren (nebenbei: blau ist meine Lieblingsfarbe, schon immer gewesen).
Ich werde mal etwas persönlicher: Als ich mit dem ersten Jungen nach Hause gekommen bin, hat meine Mutter mir gestanden, dass sie sich Sorgen gemacht hatte, ich sei homosexuell. Sie war erleichtert, ich verwundert. Nur weil ich lieber Fußball als Schwebebalken im Sportunterricht gehabt habe? Oder weil ich eine Abneigung gegen Röcke hatte, weil man immer aufpassen musste, wie man sich bewegt? Oder weil ich lieber "Abenteuer auf Burg Schreckenstein" als "Hanni und Nanni" gelesen habe? Oder weil alle technischen Geräte mehr Anziehung auf mich ausüben als Kuscheltiere? Oder weil ich gerne Rasen mähe und kein Problem damit habe von "rülpsen" oder "schwitzen" zu reden?
Um Himmels Willen, das steckt doch in jedem Mädchen tief verborgen. Leider wurde es uns genommen und jetzt ist es ganz seltsam, wenn ein Mädchen ein wenig vulgär ist. Wir müssen schließlich zurückhaltend, unnahbar und immer ein wenig prüde sein, wenn es nach unseren Müttern geht. Tatsächlich bestimmt wohl jede gerne selber, wann sie mit wem ins Bett geht, und wenn frau Lust hat, tut sie das auch ohne jede Moral. Auch im Dreck spielen tun wir schonmal gerne, egal ob wir nachher aussehen wie Schweine. Regenwürmer waren früher auch für uns interessante Haustiere.
Zum Glück gibt es ein paar wenige Mädels, die nicht zu viel von den Grundeigenschaften des Menschen verloren haben und immer noch alles frei rauslassen.


Fühlt sich ein männlicher Mitbewohner der Erde ähnlich unter Druck gesetzt? Wäre doch glatt gespannt auf eine Gegenposition.
1.4.07 21:50


SHARPENED NAILS SEEM SOFTER

MILLIONAIRES SAY GOT A BIG SHOT DEAL AND THROWN IT ALL AWAY BUT BUT I'M NOT TOO SURE HOW I'M SUPPOSED TO FEEL OR WHAT I'M SUPPOSED TO SAY BUT I'M NOT NOT SURE NOT TOO SURE HOW IT FEELS TO BE SUPERIOR MAKE ROOM FOR THE PREY CAUSE I'M COMING WITH WHAT I WANNA SAY BUT IT'S GONNA HURT AND I LOVE THE PAIN A BREEDING GROUND FOR HATE



Zwischenbilanz: Alles klärchen :P
Ich schlafe wieder mit Musik ein, habe jetzt beim Aufstehen wilde Medleys im Kopf, kann aber so abends schon entscheiden, wie meine Laune am nächsten Tag sein wird
5.4.07 14:21


Die dunklen Machenschaften der Kristina G.

Once upon a time in Oklahoma. Sunshine is burning out every single plant in the dusty desert that seems to be a street of Lawton.
Und mittendrin steht ein Liegestuhl, ein Blumentopf mit frischer Minze und Salbei und ein Geschöpf, das einer Tomate ziemlich gleich kommt. Frühling!
6.4.07 15:31


Verdamp lang her




zum zweiten Mal eingepackt, abgeschickt, Endstation Sehnsucht.
Diesmal ohne Ziel. Nur für mich.
6.4.07 15:35


Uha

Heutzutage wird man mit attraktiven Schauspielern überschüttet. Reizüberflutung. Aber früher, da sah das noch anders aus.


Und der Mann hat doch einfach was....
6.4.07 15:56


restless

Den Grund gefunden, warum ich heute so seltsam ruhelos und empfindlich bin. Mein Unterbewusstsein hat mich daran erinnert dass der 7. April ein besonderer Tag ist. Ich hätte nicht daran gedacht wenn ich nicht zufällig das Tagebuch vom letzten Jahr aufgeschlagen hätte und der 7. April nicht besonders ins Auge gefallen wäre. Ich habe es doch gewusst. Schon am 6. April 2006.

 

I think I'm drowning

asphyxiated

I wanna break this spell

that you've created

 

7.4.07 16:06


Gechillt im Kilt

Schotten sind hot. Hottende Schotten sind hot. Viele Schotten hotten. Hotten und Totten. Flottes Trotten grenzt an Hotten. Trotten ist so flott nicht auszurotten.
7.4.07 23:52


And a happy new year

Frohe Ostern! Was gibt es an einem Tag wie heute schon zu berichten? Exakt, die Erlebnisse in einem frühmorgendlichen und überaus dörflichen Messbesuch mit der ganzen Familie. Wie immer sind zwei weibliche Teile der Familie zu spät fertig, um noch einen Sitzplatz zu ergattern, weshalb ich mit Vater auf der Männerseite landete. Männerseite, ja so ist das bei uns auf dem Dorfe noch. Leider haben Männer, vorallendingen alte Männer, die Angewohnheit am Ostertage einige Eier vor der Messe zu sich zu nehmen. So war ich sogar früh über den Weihrauchnebel, der mich zum einen leicht betüddelte und zum anderen glücklicherweise den Eigeruch in der Luft übtertünschte. In der letzten Reihe, stehend, erkennt man auch, wie viel Mühe die Frisur eines alten Mannes doch macht: Die Haare auf der einen Seite des Kopfes lang gewachsen, um sie über die Glatze an mit der spärlichen Behaarung auf der anderen Seite zu verbinden. Kölnisch Wasser brennt in hoher Konzentration schnell in den Augen und ein vollkommen euphorischer Priester feiert die Auferstehung mit einigen kräftigen "Hallelujas". Nach dem ersten "auferstanden" dröhnte in meinen Ohren allerdings schon ein Ost-Ohrwurm: "Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt". Während der viel zu langen Predigt begannen in den Sitzreihen vor mir leise Gespräche über die Mittagessen in Dorffamilien, auf die sich jeder gute Ehemann schon seit Neujahr freut. Der Friedensgruß, wunderschön, da man auf dem Dorf doch genau weiß, wer wen nicht leiden kann, war es wieder wundervoll zu betrachten, wer wem trotztem die Hände mit einem herzlichen "Der Friede sei mit dir" schüttelt. Meine Hände wurden malwieder viel zu feste zugedrückt, das lag wohl an den Bauern, die können noch anpacken.
Nach der Messe das spannendste: Wer als erstes draußen ist, kann am meisten sehen. Also wird sich vor die Kirchentreppe gestellt, ich für meinen Teil wünsche mir in solchen Momenten einfach stumm zu sein. Familie eingetroffen, los gehts. Das war sogar so schön, dass ich jetzt schon wiede rin meinem Zimmer sitze^^
8.4.07 12:17


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung